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“Spielerisch fit” - ein neues Bewegungsprogramm für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter

“Spielerisch fit” - ein neues Bewegungsprogramm für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter

Daniela Pfaffenberger, Erzieherin

Leider werden gezielte, wöchentlich stattfindende Bewegungsangebote in vielen Einrichtungen, aufgrund des umfangreichen Bildungs- und Erziehungsplans, der hohen Gruppenstärke und fehlender Platzkapazität seltener.

Bewegung ist aber das Fundament für eine gesunde Entwicklung und erfolgreiches Lernen eines Kindes.
Mit gezielten Bewegungsangeboten werden die Grundlagen aller Gehirnaktivitäten geschaffen. Kinder können nur stressfrei und kreativ lernen, wenn das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften gut funktioniert und Nervenbahnen intensiv miteinander vernetzt sind. Bewegung ist für mich nicht gleich Bewegung. Ich wohne sehr ländlich, wo sich die Kinder noch viel im Freien aufhalten. Die Beobachtungen im Kinderturnen zeigen mir jedoch, dass viele Probleme haben z. B. beim Hampelmann, Überkreuzbewegungen zur Musik, Rolle vorwärts, Schlusssprünge durch hintereinander liegende Fahrradreifen… bei einfachen, grundlegenden, motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Gerade in den letzten Jahren entstanden durch gezielte Forschungen der Informationsverarbeitung im Gehirn Förderbereiche wie “Life Kinetik“, Kinesiologie oder Evolutionstherapie.
Wir Erzieher(innen), Trainer(innen) und Lehrer(innen ) können dem Trend , das Kinder zunehmend im Grundschulalter erste Lerndefizite/Lernblockaden aufweisen, entgegenwirken.

Kinder bewegen sich gern. Kinder kann man mit ansprechendem “Spiel-” und Bewegungsmaterial schnell motivieren. Kinder haben Spaß an Bewegungen, die keine “Trockenübungen” sind, sondern Spielcharakter haben. “Spielerisch fit” ist ein Bewegungsprogramm bestehend aus unterschiedlichsten Kleinmaterialien / Kleinsportgeräten und einem Anleitungsbuch. Ziel dieses Paketes ist es, Kinder spielerisch fit zu machen. Spielerisch heißt hierbei, dass die Kinder mit elastischen Bändern, Gymnastikbällen, Gewichtsbällen und Stabilitätstrainern turnen. Alle Übungen sind in thematische Stundenmodelle - eine Art kleine Geschichten - verpackt. Man könnte sie aber jederzeit einzeln einsetzen. Fit bedeutet, dass die Kinder durch die besonderen Materialien neue Bewegungsanreize bekommen. Sie lernen neues Material kennen und es werden eine Vielzahl von Kompetenzen gezielt gefördert. Bei diesem Programm sehe ich besonders Herz- und Kreislauf-, Muskel- und Haltungs-, Wahrnehmungs- und Konzentrationsförderung.

Das Tolle: Man braucht nicht sonderlich viel Platz. Ob kleiner Gruppenraum oder das Klassenzimmer, was zum Bewegungsraum wird, bis hin zur großen Turnhalle. Alles ist möglich. Das Programm gibt es für den Kindergarten-, aber auch für den Grundschulbereich. Inhalt sind zwölf Stundenmodelle z. B. unter dem Titel “Weltraum”, “Indianer” oder “Zirkus“. All diese Themen haben einen Aufwärm-, und Hauptteil sowie den Ausklang. Jedes Stundenmodell verfolgt ein bestimmtes Ziel. Das kann zum Beispiel das Kennenlernen des Materials, Körperwahrnehmung, ein Zirkeltraining oder Bewegung und Gedächtnis sein.

In letzter Zeit gab es viele, neue lizenzierte Bewegungsprogramm. Problem für die Einrichtungen: Man braucht erst eine ausführliche Schulung. Für “Spielerisch fit” hat man diese Möglichkeit auch. Man kann sich das Paket aber auch so bestellen oder das Begleitbuch “Spielerisch fit” separat zum Reinschnuppern schicken lassen.

Erfahrungsberichte aus meiner Praxis:
Ich habe nur eine spärlich ausgestattete Turnhalle zur Verfügung. Deshalb versuchen wir mit thematischen Stunden - angefangen vom passenden Bewegungshit bis hin zu wechselnden Kombinationen von klassischen Turngeräten, Alltagsgegenständen und Kleinmaterialien - die Kinder immer wieder zu motivieren und mitzureißen.
Für mich sind die Ziele, Übungen und Förderschwerpunkte immer wieder die selben , die Kinder aber merken das kaum. Einmal springen wir durch Fahrradreifen, einmal über Seile, ein andermal durch eine Koordinationsleiter… Jetzt kamen z. B. die bunten, farbenfrohen Bänder dazu.
Lange Zeit lagen ein Teil der Gymnastikbälle in der Halle ungenutzt herum. Ich war im Internet auf der Suche nach altersgerechten Ideen, wie ich diese sinnvoll einsetzen kann. Dieses Bewegungsprogramm zeigt mir tolle Einsatzmöglichkeiten. Jetzt schulen wir spielerisch die Augen-/ Handkoordination, die Haltung, Kraft und das Gleichgewicht.
Bewegen mit Gewichtsbällen oder Balanceübungen auf den labilen Unterlagen - auch für mich eine ganz neue Erfahrung. Bisher kannten wir nur Balancier-Igel, die aber für einige Kinder sehr, sehr anspruchsvoll sind.
Da ich zwischen Kindereinrichtung und Turnhalle pendle, kann ich etliche Materialien einfach hin- und hertransportieren.

Einsatz bei Kindern über 3 Jahren/ Kleingruppe in meiner Spielgruppe: 
Hier bietet mir das Material die Möglichkeit, in meinem kleinen Gruppenraum (den ich schnell ausräumen kann) gerade im Winter gezielte Bewegungsangebote zu schaffen. Die Kinder kommen 2 Tage die Woche für 3 Std. zu mir. In dieser Zeit finden Freispiel, gemeinsame Brotzeit, ein kleines Lernangebot und oft ein Bewegungsabschluss statt. Hier setze ich weniger die ausgearbeiteten Stundenmodelle um, sondern suche mir vereinzelte Bewegungsideen aus, kombiniere sie mit meiner eigenen Phantasie und meinen materiellen/ räumlichen Möglichkeiten.

Wie wichtig gezielte Bewegungsangebote im Grundschulalltag (neben der Sportstunde) sind, das machte uns auf einer Fortbildung die Fachberaterin für Sport / Raum Rosenheim ziemlich eindringlich deutlich. In der Astrid-Lindgren -Schule Rosenheim wird deshalb sehr viel Wert auf kleine - in den Tag eingebaute - Bewegungseinheiten gelegt. Die Woche beginnt dort z. B. mit 20 min. Morgengymnastik für ALLE. Meiner Meinung nach ist das Material durch den geringen Platzbedarf und den Aufforderungscharakter super für den Einsatz im Klassenzimmer geeignet.

Persönliches Fazit:
Ich bin hellauf begeistert von den Bewegungsideen, die sehr vielfältig sind, den farbenfrohen und interessanten Materialien und den tollen Ideen, wie wir Gymnastikbälle ( zudem noch in Kombination mit anderen sehr ansprechenden Kleinmaterialien) mit Kindern sinnvoll einsetzen können.

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Auch bei Extremsportlern sind Trainingsgeräte von ARTZT vitality Programm in der Vorbereitung. Danny Verdam hat die Faszienrolle, den Stabilitätstrainer, den Wobblesmart und weitere zum Athletiktraining und zur Regeneration in seinem Training für den 250 km langen Gobi March genutzt. In seinem Trainingstagebuch stellt er seine Übungen in Videos dar mehr...

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