Facebook Youtube

physiotherapeut.de

Erfahrungsberichte

» Zur Übersicht

Erfahrungsberichte

Groupfitness - Training mit dem Gymnastikball

Groupfitness - Training mit dem Gymnastikball

Charlotta Cumming
www.bewegbar.eu

Übungen mit dem Ball (in der für den Teilnehmer richtigen Größe!) erzielen sehr schöne Ergebnisse hinsichtlich einer aufrechten Haltung, die u.a. für das funktionelle Training der Bauchmuskulatur unerlässlich ist. Der Ball verhilft vielen Teilnehmern zur besseren Wahrnehmung der Beckenbewegung und häufig auch zu mehr Beweglichkeit in diesem Bereich. Der Zusammenhang zwischen Brustbeinhebung und Beckenkippung lässt sich leicht erspüren und hat schon zu manch einem „Aha-Erlebniss“ geführt. So sollten solche einführenden Übungen auch in einer anspruchsvollen Workoutstunde  an den Anfang gestellt werden, um den Teilnehmern die Chance zu bieten, sich ganz auf ihre Haltung zu besinnen. Durch Lenkung der Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Bereiche bleiben diese Übungen auch bei der wiederholten Ausführung interessant und wertvoll.

Brustbeinsenkung- und hebung

Eine Übung – unterschiedliche Schwerpunkte. Bei der Ausführung dieser Übung hat der Instruktor die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Bereiche zu lenken, beispielsweise

  • auf das Zusammenspiel zwischen Brustbein und Becken
  • auf die Beckenbodenmuskulatur. Sie „spreitzt“ sich bei der Beckenkippung und kontrahiert bei Beckenaufrichtung. Spürbar wird dem Teilnehmer dies durch die Bewegung der „Sitzhöcker“ auf dem Ball.
  • auf die Mobilisation. So können die Teilnehmer „Streckenrekorde“ aufstellen, d.h die Strecke, die der Ball mithilfe der Beckenbewegung abrollt, soll die persönliche Bestmarke knacken.

Ist die aufrechte Körperhaltung prinzipiell vom Teilnehmer abrufbar,  können Übungen folgen, die die Körperlängsspannung auch in anderen Positionen fühlbar machen. Im Gruppentraining ist es sinnvoll, unterschiedlich schwierige Varianten einer Übung anzubieten. So kann eine Basisübung, wie das Hüftheben, mit den unten abgebildeten Varianten deutlich erschwert und von den geübten Teilnehmern ausgeführt werden, während Einsteiger bei der Basisübung bleiben. Hierbei kann übrigens auch mit einem Ball gearbeitet werden, der beim „Sitztest“ durchgefallen ist. Ein zu großer Ball wird die Ausführung lediglich etwas erschweren. Wichtig für das Gelingen ist dabei der gemeinsame Einstieg in die Ausgangslage und das ebenfalls gemeinsame Ausführen der Basisübung. Erst im Anschluss daran erfogt das Angebot an die Teilnehmer, eine Veränderung auszuprobieren.  Die Variante sollte im gleichen Tempo und unter den gleichen Voraussetzungen wie die Basisübung erfolgen können, damit das Gruppengefühl erhalten bleibt. Der Teilnehmer sollte wissen, dass er wählen darf, dass er selber entscheidet, welche Schwierigkeitsstufe gut für ihn ist. Dabei ist es hilfreich dem Teilnehmer zu vermitteln, dass schon die Basisübung sehr wertvoll ist und Veränderungen erst dann sinnvoll sind, wenn es gelingt, den Transversus nach innen anzusteuern, das Brustbein gehoben zu halten und damit Länge in den Körper zu bringen.

Hüftheben Basisübung


Hüftheben einbeinig


Hüftheben einbeinig, das andere Bein arbeitet aktiv in die Streckung

Haben die Teilnehmer genug Vertrauen in den Unterricht gefasst und gelernt, ihre eigene Schwierigkeitsstufe zu wählen, können auch Übungen mit einem hohen Anspruch eingeführt werden. Die Übung „Schere“, die sowohl Koordination und Geschicklichkeit schult, als auch kräftigend auf den Bauch und die oberen Extremitäten wirkt, ist eine von diesen Übungen mit dem Prädikat „Anspruchsvoll“.

Die Schere

So schwer die Endversion der Übung sein mag, so einfach jedoch ist der Weg dahin. Zu Beginn kann die Übung mit geschlossenen Beinen ausgeführt werden. Ein einfaches, abwechselndes Anheben der gut fühlbaren Darmbeinstachel kann als Einstieg gewählt werden. Im Anschluss daran bekommt der Teilnehmer die Bewegungsaufgabe, von einer Beckenseite über den Bauch auf die andere Beckenseite zu rollen. Dabei fasst der Ausübende Vertrauen in die Übung und findet einen Weg, den rollenden Ball zu kontrollieren. Ganz „Mutige“ spreizen dann die Beine (wie auf obigem Bild dargestellt) und erhöhen dadurch die Rotation und den Schwierigkeitsgrad. Ob die Entwicklung nun innerhalb einer Kursstunde oder über mehrere Wochen stattfindet, hängt ganz allein vom Leistungsstand der Gruppe ab.

Übungen dieser Art sind nicht nur wertvoll, sondern bringen auch jede Menge Spass und Bewegung in den Unterricht. So vielseitig genutzt, wird der Ball mit Sicherheit noch ein langes Leben als Zusatzgerät vor sich haben.

 

» Zur Übersicht

Auch bei Extremsportlern sind Trainingsgeräte von ARTZT vitality Programm in der Vorbereitung. Danny Verdam hat die Faszienrolle, den Stabilitätstrainer, den Wobblesmart und weitere zum Athletiktraining und zur Regeneration in seinem Training für den 250 km langen Gobi March genutzt. In seinem Trainingstagebuch stellt er seine Übungen in Videos dar mehr...

Übungsfinder

Anwendungsgebiete (0/26)
Körperregionen (0/22) Produkte (0/25)